Augmentation

Welche Augmentativen Methoden gibt es?

Alveolenauffüllung

Info lesen

Nach jeder Extraktion eines Zahnes sollte der entstandene Defekt im Knochen (leere Alveole) mit Knochenaufbaumaterial gefüllt und mit einer resorbierbaren Membran abgedeckt werden. Wird dies nicht gemacht, führt das automatisch zum Abbau des Knochens (Knochenatrophie). Deshalb muss später der Knochen in diesem Bereich wieder aufgebaut werden.

Distraktionsosteogenese

Info lesen

Besteht ein Defekt im Ober- oder Unterkiefer, kann man den vorhandenen Knochen spalten und einen Teil davon mit einem speziellen Gerät bewegen. Dieses Gerät nennt man einen Distraktor, von denen es viele unterschiedliche Arten gibt.

Gefässgestielte Knochen-Verschiebeplastik / Pedicled Sandwich
Plastik (PSP)

Info lesen

Bei dieser Methode wird der Knochen ebenfalls gespalten, jedoch wird das Knochensegment gleich verschoben und mit kleinen Titanplättchen fixiert. Der dadurch entstandene Defekt wird mit dem Knochenaufbaumaterial Algipore (Dentsply Implants) aufgefüllt.

Zweizeitige horizontale gefäßgestielte Knochen-
Verschiebeplastik (Zweizeitge PSP)

Info lesen

Wenn der Knochen in beiden Kiefern hoch genug aber zu schmal ist, wird er in einer kleinen Voroperation durchtrennt und nach mindestens 28 Tagen endgültig gespalten und gedehnt, sodass Implantate inseriert werden können.

Augmentation – Guided Bone Regeneration (GBR)

Info lesen

Bei dieser Methode werden kleinere Knochendefekte aufgefüllt. Das Füllmaterial besteht aus dem Knochenaufbaumaterial Algipore - KLS Martrix, mit Blut gemischt und eventuell Knochenstückchen, die beim Schneiden des Knochens entstehen. Diese werden in einem speziellen Gefäß (Knochenfalle) gesammelt oder knochenaufbaufördernden Substanzen wie Thrombozyten Konzentrat (PRP) zugesetzt.

Tenting

Info lesen

Dies ist eine Sonderform der Augmentation. Zum vertikalen Aufbau eines Knochendefektes wird im Sinne einer Zeltdach-Stabilisierung unter einer Membran ein resorbierbarer Osteosynthese Stift (Sonic Weld Pin - KLS Martin) eingebracht. Der entstandene Hohlraum wird mit einem Gemisch aus Algipore oder KLS Martrix, Blut, gesammelten Knochenchips und eventuell mit PRP oder BMP Präparaten aufgefüllt und mit Hilfe einer Folie, fixiert mit kleinen Titannägeln oder Sonic Weld Pins in dieser Position gehalten.

Anheben der Kieferhöhlenschleimhaut im Oberkiefer (Sinuslift)

Info lesen

Bei geringer Knochenhöhe im seitlichen Oberkiefer kann man die Kieferhöhlenschleimhaut vorsichtig anheben und den entstandenen Hohlraum mit einem Gemisch aus Algipore - KLS Martrix, Blut, gesammelten Knochenchips und eventuell mit einem Thrombozyten Konzentrat (PRP)- oder BMP (Bone Morphonetic Proteins)-Präparaten auffüllen. Das Material wird mit Hilfe einer Folie, fixiert mit kleinen Titannägeln oder Sonic Weld Pins, in dieser Position gehalten. Je nach Knochenhöhe kann man diesen Eingriff minimal invasiv, sprich durch das Implantatloch mit gleichzeitiger Implantatinsertion (minimal invasiver Sinuslift) oder durch einen seitlichen Zugang mit späterer Implantatinsertion durchführen.

Auflagerung von Knochentransplantaten (Onlay Plastik)

Info lesen

Bei extremen Knochenabbau, wo man keine Distraktion oder PSP durchführen kann, muss man eine Auflagerung von körpereigenem Knochen vornehmen. Wegen der geringeren Komplikationen versucht man Knochen meistens aus dem Unterkieferwinkel zu gewinnen. In seltenen Fällen wird der Knochen aus dem Beckenkamm entnommen. Wir bevorzugen die Entnahme aus dem Kieferwinkel im Unterkiefer.

Bei all diesen augmentativen Methoden muss der neu zu entstehende Knochen zirka 3 bis 4 Monate einheilen, damit man in der Folge die Implantate inserieren kann. Nach einer weiteren Wartezeit von 3 bis 4 Monaten kann dann die Versorgung mit Kronen oder Brücken erfolgen. Die Zeit der Einheilung ist abhängig vom Ausmaß der Operation, dem Alter und dem Gesundheitszustand des Patienten.